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„Wer kennt denn die alte Linde am Schwarzenberg?“ fragte Michael Lukaschik, Redaktionsleiter des Bayerwald-Boten in Regen, bei der Verleihung der Preise für das schönster Bayerwald-Wunder. Er erntete leicht hilflose Blicke. Dabei ist diese alte Linde ein Wunder. Das Bayerwald-Wunder, das seit einem viertel Jahr vom Bayerwald-Boten und dem Einkaufspark gemeinsam gesucht wurde. Sie steht am Schwarzenberg (Gemeinde Grafling) und soll 1613 gepflanzt worden sein, weil die Familie, die auf der Lichtung ihren Hof hatte, von der Pest verschont geblieben war.

 Der Vorschlag, das Foto und die Geschichte „Der geheimnisvolle Lindenbaum“ am Schwarzenberg von Markus Iglhaut faszinierten die Besucher am meisten − er schaffte es auf den ersten Platz. Darüber entschieden 1200 Menschen, die sich die Ausstellung im Regener Einkaufspark angesehen hatten, per Stimmzettel. Auf den zweiten Platz kam „Die Glasarche“ von Christine Niedermaier. Den dritten Rang belegt der Vorschlag „Der Rissloch-Wasserfall“ von  Wolfgang Tiersch.

  Die Verleihung der Preise fand gestern Nachmittag im Einkaufspark Regen statt. Mitten im Trubel der Einkaufenden nahmen die Gewinner erfreut ihre Preise entgegen. Manuel Iglhaut, Sohn des Gewinners, nahm den Preis mit Mama Margarete entgegen. „Freilich freu ich mich“, sagte er und strahlte. Er darf sich mit seiner Familie auf einen Ausflug auf den Falkenstein mit Einkehr und Übernachtung in der Hütte freuen. Als zweiten Preis gab es eine Wanderung am Flusswanderweg Regen, begleitet von Wanderführer Herbert Mundl mit anschließender Brotzeit. Ein großer Geschenkkorb mit Schmankerln aus der Region ging an den dritten Gewinner Wolfgang Tiersch.

 Am Anfang habe man noch gezittert, ob man überhaupt die 28 Bilder zusammen bekomme, die für die Ausstellung eingeplant waren, verriet Werner Stahl, Centermanager des Einkaufsparks, in seiner Ansprache. „Insgesamt sind es dann 147 verwertbarte Einsendungen geworden“, freut er sich immer noch. 28 davon wurden von einer Jury ausgewählt und kamen in die Ausstellung. Drei davon dürfen sich jetzt über die Preise freuen.

 Besonders positiv beurteilten die Anwesenden auch, dass es viele  Vorschläge gegeben hat, die  von außerhalb des Landkreises Regen kamen.

 Michael Lukaschik sprach zu den Gewinnervorschlägen, die als Fotos den Rahmen für die Preisverleihung boten, jeweils ein paar Worte. Die Linde müsse man suchen, erzählte er aus eigener Erfahrung, es lohne sich aber, dorthin zu gehen. „Vor allem die Geschichte dazu war wahrscheinlich ausschlaggebend, dass die Linde den ersten Preis gewonnen hat“. Bei der Arche verbinden sich seinen Worten nach zwei wichtige Dinge des Bayerwalds: Glaskunst und Holzschnitzereien. „Die Arche hat inzwischen einen wunderbaren Platz am Sommerweg des Lusens gefunden“, stellte Lukaschik fest. Den Rissloch-Wasserfall lobte der Redakteur wegen seiner Vielfalt: „Im Winter, nach drei Tagen mit   minus 25 Grad,  ist er ein Traum aus Eis, im Frühjahr mit viel Schmelzwasser ein gewaltiges Erlebnis“.

 Von der gesamten Aktion als einer „genialen Idee“ sprach stellvertretender Landrat Willi Killinger. „Die Resonanz beweist, wie aktuell die Idee ist“, meinte er und sprach auch den jungen Menschen  aus der Gegend eine große Natur- und Heimatbegeisterung zu. Seine Vergleiche des Bayerwald-Wunders mit dem Wunder des Mauerfalls oder dem „Wunder von Bern“ begeisterten wiederum Centermanager Werner Stahl, den es dabei, wie er sagte, „fast vom Hocker gerissen hat“.

 Robert Sommer, 2. Bürgermeister von Regen, sagte, das Bayerwald-Wunder zeige  Facetten der Landschaft auf. „Damit ist der Anspruch verbunden, dass man  die Natur erkundet“.

 Das Bayerwald-Wunder soll mit der Preisverleihung allerdings nicht zu Ende sein. „Ich hoffe, dass wir im Internet weiter machen können und wir haben auch die Idee, ein Buch drucken zu lassen“, kündigte Stahl an. Die gesammelten Wunder sind im Internet unter www.Bayerwald-Wunder.de zu finden.

DIE ZEHN GEWINNER SIND: Markus Iglhaut: Der geheimnisvolle Lindenbaum; Christine Niedermaier: Die Glasarche; Wolfgang Tiersch: Der Rissloch-Wasserfall; Max Weinberger: Das Haus zur Wildnis; Johann Kanter: Der Teufelstisch; Kurt Lang: Pfarrkirche Rinchnach; Marita Haller: Die schwimmenden Inseln; Peter Trivelli: Faszination Weißenstein; Georg Schröder: Die Urwaldgebiete am Falkenstein; Andrea Denk: Der Lusen.

Auf dem Foto sind zu sehen: Wolfgang Tiersch (vorne, von links), Manuel und Margarete Iglhaut und Christine Niedermaier freuten sich über die Preise. Es gratulierten (hinten) Ralf Eisenreich vom Werbeausschuss des Einkaufsparks, Center-Manager Werner Stahl, Regens 2. Bürgermeister Robert Sommer, Redakteur Michael Lukaschik  und  stellvertretender Landrat  Willi Killinger.

Alle "Bayerwaldwunder" Vorschläge finden Sie unter www.bayerwaldwunder.de

Bericht und Foto: Caroline Strang

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